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22
Nov
Kurzer Gedankengang: Sinnfrei.

Badewanne

Warum wird einem Menschen dessen Wohnung gerade abgebrannt ist Geld zum telefonieren angeboten -
einem ohne diese “Umstände” nichtmal welches gegeben wenn er höflich fragt?

Wo doch diese Person genauso in Not sein kann – vielleicht noch viel schlimmer – es nur nicht jedem auf die Nase binden möchte?

Oder einfach keine Lust auf dumme Fragen á la “ooh, das tut mir ja sooo leid für Sie..” – hören möchte – weil eben eigentlich alles doch nur erheuchelt ist. -

Weil MENSCH in so einer Situation eben Mitleid “zeigt” – es eine Stunde später aber wahrscheinlich nichteinmal mehr weiß.

Seltsame Welt!

xoox ♥

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Abgelegt unter Gedanken, Leben, Wortkotze
geschrieben um 0:43 Uhr von Lunatic (2009)
30
Okt
Wieviele Masken braucht ein Mensch?

Da ich ja schonmal über das Thema Masken bezogen auf “verschiedene Persönlichkeiten” bzw. sich selbst verstellen etc. geschrieben habe -frage ich mich nun:

Braucht man solche Masken vielleicht sogar, einfach um “leichter” durchs Leben zu kommen?
Und wenn ja – wie viele – und für was genau?

Ich denke mal jeder setzt schon eine Maske auf, wenn er nur das Haus verlässt.

Zum Beispiel mit ganz ganz mieser Laune – lässt man sich sowas trotzdem meist nicht anmerken wenn man raus geht – warum weiß ich zwar selbst nicht, aber ich denke das trifft auf die meisten Menschen zu.

Oder eben wenn man furchtbar traurig/verletzt wegen etwas ist, geht man ja auch nicht weinend auf die Straße sondern macht das “Zuhause” – für den Rest der Welt gibt es die Maske.

Also ist ein Leben mit einer Maske/Masken einfacher,
weil nicht so viele Fragen gestellt werden – man nicht (ganz so) oft schräg angeschaut wird – weil man ist wie alle anderen?!

Dazu jetzt noch ein Gedicht von Alfred Wolfenstein, was mir irgendwie gerade passend erscheint, auch wenns nicht ganz passt x) :

Dicht wie die Löcher eines Siebes stehn
Fenster beieinander, drängend fassen
Häuser sich so dicht an, daß die Straßen
Grau geschwollen wie Gewürgte stehn.

Ineinander dicht hineingehakt
Sitzen in den Trams die zwei Fassaden
Leute, ihre nahen Blicke baden
Ineinander, ohne Scheu befragt.

Unsre Wände sind so dünn wie Haut,
Daß ein jeder teilnimmt, wenn ich weine.
Unser Flüstern, Denken … wird Gegröle …

- Und wie still in dick verschlossner Höhle
Ganz unangerührt und ungeschaut
Steht ein jeder fern und fühlt: alleine

Naja, wie war das noch?
Die ganze Welt ist eine Bühne.

xoox ♥

» 4 comments
Abgelegt unter Gedanken, Leben, Menschen, Wortkotze
geschrieben um 0:10 Uhr von Lunatic (2009)
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