Das eigene Wort, wer holt es zurück,
das lebendige, eben noch ungesprochene Wort?
Wo das Wort vorbeifliegt, verdorren die Gräser,
werden die Blätter gelb, fällt Schnee.
Ein Vogel käme dir wieder, nicht ein Wort,
das eben noch ungesagte, in deinen Mund.
Du schickst andere Worte hinterdrein,
Worte mit bunten, weichen Federn.
Das Wort ist schneller, das schwarze Wort.
Es kommt immer an, es hört nicht auf, anzukommen.
Besser ein Messer als ein Wort.
Ein Messer kann stumpf sein.
Ein Messer trifft oft am Herzen vorbei.
Nicht das Wort.
Am Ende ist das Wort, immer am Ende das Wort.
(Hilde Domin)
xoox ?
Ich frage mich gerade, wo es doch so viele Leute gibt, die zum Beispiel wegen einer schlimmen Kindheit irgendwelche Probleme im Leben haben – warum es keinen Papierkorb für solche Erinnerungen gibt.
Am PC kann man ja auch einfach alles löschen was man nicht mehr braucht.. *_*
Obwohl – die Daten sind vorerst ja trotz des Löschens noch “da”, und werden irgendwann erst überschrieben.
Verhält sich das mit Menschen genauso?
Muss man vielleicht einfach die schlimmen Erinnerungen mit positiven füllen?
Wir können schlimme Dinge verdrängen aber DA sind sie trotzdem – und holen uns auch irgendwann wieder ein?
Sei es durch einen dummen Zufall oder sonst was.
Aber vielleicht sind es auch grade diese schlechten Erinnerungen/Erlebnisse, die uns zu dem machen der wir sind?
Schließlich wäre es ziemlich eintönig, wenn jeder ein perfektes Leben hatte, huh.
Naja, Kopfchaos – mal wieder.
xoox ?