wortkotze chover mhover yhover
30
Okt
Wieviele Masken braucht ein Mensch?

Da ich ja schonmal über das Thema Masken bezogen auf “verschiedene Persönlichkeiten” bzw. sich selbst verstellen etc. geschrieben habe -frage ich mich nun:

Braucht man solche Masken vielleicht sogar, einfach um “leichter” durchs Leben zu kommen?
Und wenn ja – wie viele – und für was genau?

Ich denke mal jeder setzt schon eine Maske auf, wenn er nur das Haus verlässt.

Zum Beispiel mit ganz ganz mieser Laune – lässt man sich sowas trotzdem meist nicht anmerken wenn man raus geht – warum weiß ich zwar selbst nicht, aber ich denke das trifft auf die meisten Menschen zu.

Oder eben wenn man furchtbar traurig/verletzt wegen etwas ist, geht man ja auch nicht weinend auf die Straße sondern macht das “Zuhause” – für den Rest der Welt gibt es die Maske.

Also ist ein Leben mit einer Maske/Masken einfacher,
weil nicht so viele Fragen gestellt werden – man nicht (ganz so) oft schräg angeschaut wird – weil man ist wie alle anderen?!

Dazu jetzt noch ein Gedicht von Alfred Wolfenstein, was mir irgendwie gerade passend erscheint, auch wenns nicht ganz passt x) :

Dicht wie die Löcher eines Siebes stehn
Fenster beieinander, drängend fassen
Häuser sich so dicht an, daß die Straßen
Grau geschwollen wie Gewürgte stehn.

Ineinander dicht hineingehakt
Sitzen in den Trams die zwei Fassaden
Leute, ihre nahen Blicke baden
Ineinander, ohne Scheu befragt.

Unsre Wände sind so dünn wie Haut,
Daß ein jeder teilnimmt, wenn ich weine.
Unser Flüstern, Denken … wird Gegröle …

- Und wie still in dick verschlossner Höhle
Ganz unangerührt und ungeschaut
Steht ein jeder fern und fühlt: alleine

Naja, wie war das noch?
Die ganze Welt ist eine Bühne.

xoox ?

» 4 comments
Abgelegt unter Gedanken, Leben, Menschen, Wortkotze
geschrieben um 0:10 Uhr von Lunatic
verfasst von nkoehring am 30.10.2009 um 00:16 Uhr:

Hmm, interessant das solche Selbstfindungsprozesse immer ungefaehr in diesem Alter einsetzen …



verfasst von kasumi am 30.10.2009 um 08:44 Uhr:

Ich für mich habe das nie als Masken gesehn. Ließt du gern? Wenn ja könntest du mal “Steppenwolf” von Herrmann Hesse lesen (oder das hörbuch anhören). Für mich waren diese Masken wie du sie nennst nämlich immer meine Persönlichkeiten, so als hätte ich mehrer. So als hätte jeder Mensch eine multiplepersönlichkeit nur das es nicht als Krankheit gesehen wird. Hört sich verrückt an was ich hier rede, aber das Buch sollte erklären was ich meine^^



verfasst von Lunatic am 30.10.2009 um 12:43 Uhr:

@nkoehring: Mh, wie meinen?!

@kasumi: Hört sich interessant an *_* Werd ich vielleicht mal lesen (:



verfasst von TurricaN am 30.10.2009 um 13:25 Uhr:

Sind wir nicht alle ein wenig shizo?




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