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18
Jul
Abhängigkeit.

Das heutige Thema handelt von Abhängigkeit, und ich meine nicht die, von irgendwelchen Suchtstoffen etc., sondern die Abhängigkeit von einem Menschen.

Also eine Art “emotionale” Abhängigkeit oderso.

Ich frage mich gerade, warum brauchen wir “soziale Kontakte” ?
Wo einem doch meist nur wehgetan wird, wenn man sich auf eine “Emotionale Bindung” einlässt.

Okay, das ist jetzt meine Sicht der Dinge.
Wahrscheinlich sehen das die meisten anders, aber ich in meinen Augen ist es nunmal so.

z.B. eine bei einer Beziehung..
Kaum eine hält ewig und irgendwann wird einer (oder beide) leiden.

Und irgendwie wissen wir das auch, lassen uns aber dennoch darauf ein. Wer geht schon eine Beziehung ein, mit dem sofortigen Hintergedanken FÜR IMMER zusammenzubleiben?

- Also brauchen wir den Schmerz?
Und, könnten wir so etwas alles nicht einfach vermeiden, indem wir uns nicht auf irgendwelche engen Freundschaften oder Beziehungen einlassen?

Würde man vereinsamen oder würde es einem letztendlich besser gehen?

Ich rede nicht nur von Menschen, auch Tiere können meines Wissens nach so eine wichtige Rolle im Leben eines Menschen einnehmen.

Dazu fällt mir noch ein.. Das war glaub ich in der Grundschule, da gings auf Klassenfahrt undso, und ich wollte unbedingt neben meiner damals “besten Freundin” sitzen. Ging also in den Bus und sah dann, dass diese sich neben jemand anderes gesetzt hatte. Ich erinnere mich noch, dass ich damals unglaublich traurig deswegen war.

Ich weiß das ist jetzt ein eher lächerlicher/unpassender Vergleich, aber ich kann mich noch gut erinnern, dass es mich damals sehr verletzt hat.

Und eben solche Erfahrungen tun irgendwie immernoch weh wenn man sich daran zurückerinnert.

Naja, aber realistisch gesehen wäre es wohl kaum möglich, ohne soziale Kontakte zu “aufzuwachsen”. Schließlich haben wir wenn wir geboren werden so oder so zu irgendjemandem Kontakt. > Ohne den wir auch nicht überleben würden.

Ob positiv oder negativ.. Als Kind kann man sowas ja kaum entscheiden.

Whatever – sinnfreies Kopfchaos, das wohl kaum jemand überhaupt lesen wird – weil laaanger Text undso. (:

xoox ♥

» 5 comments
Abgelegt unter Gedanken, Sinnfrei, Wortkotze
geschrieben um 2:22 Uhr von Lunatic
verfasst von dot_core am 18.07.2009 um 02:48 Uhr:

Also: Vorab – ich mag die langen Texte x) Ich kommentier das mal einfach so …

» “Ich frage mich gerade, warum brauchen wir “soziale Kontakte” ?
Wo einem doch meist nur wehgetan wird, wenn man sich auf eine “Emotionale Bindung” einlässt.”
Um Aristoteles zu zitieren: „Was ist ein Freund? Eine einzige Seele, die in zwei Körpern wohnt.“ – Einfach um sich verstanden zu fühlen … Probleme/Freunde/Emotionen zu teilen ist doppelt zu schön!

» “Kaum eine hält ewig und irgendwann wird einer (oder beide) leiden.”
Geht man dieses Risiko nicht aber doch für das was man erleben kann gerne ein? Ich denke hier überwiegen die positiven Aspekte. Enttäuscht werden kann man überall … nicht nur in Beziehungen.

Natürlich könnte man das alles vermeiden indem man sich total zurückzieht etc … aber wie ich oben schon gesagt habe: Es ist schön Sachen zu teilen … Beidseitig. Wie man in den Wald ruft so schallt es heraus …

Und zu dem ewig/für immer: Das ist einfach eine zu lange Zeitspanne … Soweit kann niemand planen / denken / whatever. Ich denke viele Menschen meinen solche Aussagen einfach so: “Das hier ist schön, toll, etc – mir fehlt nix – ich möchte das nicht missen..:”

Kleine große Pessimistin :p



verfasst von Seraphim am 18.07.2009 um 08:53 Uhr:

Jap, ich schreib mal was.. Und zwar.. Endlich mal wieder einen Blogeintrag der mich wirklich interessiert hat, soll nun nicht heißen das die anderen nicht gut wären, aber das ist meine Art des denkens x) weißte bescheid und so~ xD



verfasst von Kleiner Kokiri am 20.07.2009 um 15:32 Uhr:

Keine Matheprüfung mehr hier ? *)

Die allermeisten Menschen brauchen zwischenmenschliche Kontakte in irgendeiner Weise und können nicht ohne sie leben. So funktioniert unser Gehirn eben.
Wer sie nicht hat, kompensiert sie mit seiner Fantasie (die bekanntermaßen auch den Zweck erfüllt, unerfüllte Wünsche zu befriedigen ) und mit den dir erwähnten Tieren. Nicht das jeder der ein Haustier hat das damit bezweckt. Aber es ist einigermaßen üblich. Manche lieben ihre Haustiere dann auch mehr als Menschen, die sie verletzen können, und ziehen sie ihnen vor.

Die von dir beschriebene Situation mit deiner Freundin ist ganz normal. Zum erwachsen werden gehört es nämlich solche Erfahrungen zu machen, auch wenns weh tut. Wer darauf mit Misanthropie antwortet, lügt sich selbst etwas vor (weil man zwischenmenschliche Kontakte braucht) und schadet sich am Ende dann selbst. Es gibt aber auch die Leute die so ein Schild hochhalten, und trotzdem soziale Kontakte suchen. Im Internet begegnen sie dir sicher tagein/tagaus <. überleg mal… warum sollten diese Leute überhaupt im Netz rumhängen, wenn sie gegen Menschen sind ? xD
Meistens dient so ein vorgeschobenes Bild nur dazu eine gewisse Distanz zu andren zu waren. Aber soziale Kontakte brauchen sie dennoch.

///z.B. eine bei einer Beziehung..
Kaum eine hält ewig und irgendwann wird einer (oder beide) leiden.///

Was ist denn die Alternative ? ^^”
Man darf sich nicht zu sehr abhängig machen von einem Menschen.
Aber genau das muss man eben erst lernen <.<
Selbst wenn man irgendwann einmal sitzen gelassen oder betrogen werden sollte (was man im Leben oft wird, ob von Bekannten oder Freunden) ~ jemand mit einem gesunden positiven Selbstverständnis wird darüber hinwegkommen.

Mich wundert es ein wenig, dass du so… mh… .-. emotional bist… hab dich bisher gar nicht so eingeschätzt.



verfasst von Lunatic am 21.07.2009 um 03:04 Uhr:

Wow, es gibt doch noch Menschen die DENKEN können! :D *beeindruckt



verfasst von Wurmi_Macaroni am 21.07.2009 um 11:44 Uhr:

So, jetzt kriegste auch mal meinen Senf, weil ich den Post doch sehr interessant finde, und dir aus biologischer Sicht auch was dazu sagen kann ;)

Sicher sind Beziehungen (ob zu Eltern, dem Partner, Freunden aber auch zu Tieren) zu weilen enttäuschend, verletztend, aufwühlend usw., sicher ist es so, dass Menschen/Tiere, die man nah an sich heranlässt, einen am leichtesten verletzen können, und das die emotionale Verletzung am schlechtesten, manchmal sogar gar nicht heilt.
ABER dies sind einzelne Momente, Augenblicke, in denen man sich sicherlich erstmal neu sortieren muss, das gelebte verarbeiten und sich selbst wieder ins Lot bringen muss, dennoch, und das meine ich jetzt nicht auf einzelne Personen bezogen, sondern auf’s große ganze gesehen, geben einem soziale/emotionale Kontakte so viel mehr, dass man ohne sie einfach nicht leben kann.
Es wurde schon früh gezeigt, dass ohne Ansprache oder Zuneigung von Sozialpartnern ein Leben unmöglich wird.
So hat Kaiser Friedrich II versucht herauszufinden, was die “Ursprache” des Menschen ist, und hat Neugeborene von Ammen pflegen lassen, jedoch wurde den Ammen verboten mit den Neugeborenen zu sprechen oder sie zu umarmen etc.; die Kinder wurden also nur versorgt, sprich gewickelt/gewaschen und gefüttert, und ansonsten sich selbst überlassen.
Die Kinder starben bald, denn ohne die menschliche Zuwendung war ein Leben für sie nicht möglich.
Aus dem gleichen Grund ist Isolationshaft (auch genannt als “Vernichtungshaft”) heute noch ein gängiges Mittel um Häftlinge in Gefängnissen zu bestrafen.
Und vielleicht erinnerst du dich auch noch an Situationen, in denen deine Eltern sauer auf dich waren.
Mit anschreien kamen sie nicht weit, haben sie dich aber ignoriert, so hat einen dies viel stärker getroffen, und man fürchtete um das soziale Verhältnis.
Also genauso sehr wie einen z.B. Mobbing trifft, so sehr braucht man aber auch die Gespräche und die Zuwendung anderer.
Ich möchte dich nur an deinen Blogpost “Sometimes life is blah” erinnern.
Du schreibst selbst, du hast viel Zeit zum Nachdenken momentan, und diese kleine Form der Isolation macht dich unglücklich.
Denn auch wenn daheim vorm Fernseher rumgammeln nett ist ( *g*), so fehlen dir doch deine Interaktionspartner, bzw. du versuchst sie hier virtuell auf deinem Blog zu finden.
Und selbst Leute, die in der Schule keine Freunde haben, und nicht in einen Verein gehen, suchen dann mindestens im Internet nach Gleichgesinnten.
Für mich persönlich ist das Wort Gleichgesinnte sehr sehr wichtig.
Ich denke, in einer Beziehung ist vieles wichtig, liebe, treue, respekt usw. aber eines ist von entscheidender Bedeutung, und das ist Verständnis.
Ohne den anderen zu verstehen oder zumindest dem Versuch ihn verstehen zu wollen kann man ihn wieder lieben, noch respektieren und treu sein wird man ihm auch nicht.
Und selbst wenn man nicht auf anhieb verstanden wird, was bei komplexeren Gedankengängen häufig vorkommt, so sollte man immer versuchen sich den Personen, die einem wichtig sind zu erklären, denn so bleiben Missverständnisse usw. vielleicht nicht völlig, aber zumindest häufiger aus.

Also, um dir das gute Gefühl sozialer Kontakte vor Augen zu führen: Ich kann sehr gut verstehen was du da schreibst und es sogar nachempfinden, aber steck nicht den Kopf in den Sand, man kann jeden Tag die Menschen finden, die wirklich Gleichgesinnt sind, manchmal sucht man vielleicht etwas länger, aber hat man sie gefundne, so lohnt es sich auf jeden Fall :)

Grüße
Mel / Wurmi_Macaroni




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